Musikfreunde-Nachrichten Frühling 2010
Angermünde, im April 2010
Liebe Musikfreunde,
In den nächsten Monaten gestaltet die UMKS interessante musikalische Projekte.
Heute möchte ich Ihnen zuerst zwei Konzerte in der Reihe "Musikschulen öffnen Kirchen" ans Herz legen.
- Am Samstag, 24.04.10 um 16.00 Uhr gestalten die Spatzenchöre sowie Tanzkinder und Instrumentalschüler der UMKS ein buntes Programm in der Wehrkirche Neuendorf bei Oderberg. Der Förderverein bietet Kaffee und Kuchen an. Der Erlös des Konzertes dient der Restaurierung des Renaissance-Altares.
- Am 15.05.10 heißt es um 16.00 Uhr in der Dorfkirche Sternhagen bei Prenzlau: "Rund um die Orgel". Schüler der UMKS beleben die historische restaurierte Wagner-Orgel von 1736 mit neuen Klängen, Heiko Schwichtenberg erzählt lustige Orgelgeschichten. Es gibt Kaffee und Kuchen, Orgelführungen und einen Orgelmalwettbewerb.
Das Streicherensemble unter der Leitung von Tabea Höfer probt gegenwärtig die "Schulmeisterkantate" von G. Ph. Telemann. Im Rahmen unserer Chorkonzerte am 19.06.10, 04.07.10 sowie am 11. und 12.09.10 können Sie das heitere Barockstück mit Andreas Lorenz als Schulmeister und dem Brodowiner Kinderchor als ungezogene Knaben erleben.
Die Klasse 5 der Puschkinschule erarbeitet in der Kooperation zwischen Herrn Soldan und D. Janowski das Kindermusical "Das Gespenst von Canterville" gemeinsam mit einem Instrumentalensemble der UMKS. Die Aufführungstermine dieses schwungvollen Musiktheaterstücks werden noch bekannt gegeben (Juni/Juli).
Im Rahmen des 1. Uckermärkischen Orgelfrühlings findet am Mittwoch, 02.06.10 zwischen 9.30 Uhr und 12.30 Uhr ein Kinderorgelkonzert an der historischen Wagner-Orgel in der Marienkirche Angermünde statt. Das Programm dauert jeweils 60 min. (mehrere Runden).
Anmeldungen sind ab sofort per E-Mail oder Telefon möglich, die Platzkapazität ist begrenzt.
Vier Lehrerinnen der UMKS haben sich im Ensemble "Uccellini" zusammengeschlossen und musizieren Barockmusik unter dem Titel "Der König tanzt". Der Erlös dieser Lehrerkonzerte ist für die Anschaffung von Instrumenten für die UMKS bestimmt. Es musizieren Katharina Glös/Blockflöte, Tabea Höfer/Violine, Waltraud Gumz/Viola da Gamba und Dorothea Janowski/Cembalo. Termine: 30. und 31.07.10.
Der Kammerchor studiert gegenwärtig die Johannespassion von J.S. Bach ein, die im April 2011 aufgeführt werden soll. Versierte Chorsänger(innen) sind herzlich willkommen!
Im März haben wir uns am Landeswettbewerb "Jugend musiziert" in Potsdam sowie am Deutsch-Polnischen Gitarrenwettbewerb in Stettin beteiligt. Unsere neue Partnermusikschule ist sehr an gemeinsamen Projekten interessiert. Für 2011 planen wir ein gemeinsames Konzert und Workshop in der Gedächtniskirche Rosow.
Alle Termine sind in unserer Übersicht nachzulesen.
Last but not least: unsere Instrumentenanschaffung geht in die letzte Runde - bis zum 30.06.10 müssen alle Mittel ausgegeben werden. Wir freuen uns über jede Spende, um den Restbetrag aufbringen zu können!!!
Einen schönen musikalischen Frühling wünscht Ihnen
Ihre Dorothea Janowski
Musikfreunde-Nachrichten Dezember 2009
Angermünde, 22.12.2009
Liebe Musikfreunde,
Zum Weihnachtsfest kommt unser alljährlicher Dank an Sie, liebe Musikfreunde: für Ihr wohlwollendes Interesse und für Ihre finanzielle und praktische Unterstützung! Da es uns unmöglich ist, alle Namen zu nennen, können wir nur einen Blick auf unsere Website empfehlen, die Andreas Wittek so liebevoll gestaltet hat.
Aus dem Altvermögen der DDR-Parteien (Land) dürfen wir Instrumente kaufen, die vorrangig für Kinder aus sozial schwachen Familien als Leihinstrumente eingesetzt werden. So spielt z. B. Anna, die aus einer kinderreichen Familie mit fünf Kinder stammt, eine Gambe im Wert von 1 500 €! Ein Kontrabass, Violinen, eine Tuba, Querflöte, Klarinette und ein Saxofon werden noch angeschafft. Da wir einen Eigenanteil von 30% (=12 850 €) leisten müssen, ist hier jede Spende noch willkommen!
Im September gestalteten wir ein Lehrer-Schüler-Konzert zur Einwerbung von Spenden – und stellten fest, dass das Spielen in der „Lehrer-Band“ viel Spaß machen kann.
Ein herausragendes musikalisches Ereignis war die Aufführung des „Messias“ (1. Teil + Halleluja) von G. F. Händel. Als Partner konnten wir G. Kallweit, Akademie für alte Musik, gewinnen, der mit unseren Lehrern und Schülern sowie Jugendlichen des Jugendbarockorchesters Sachsen-Anhalt den Orchesterpart einstudierte. Der Kammerchor der UMKS erarbeitete in vielen Proben hingebungsvoll dieses schöne Werk, dabei liebevoll betreut von unserer ehemaligen Chorsängerin Antonia Ziesche.
Die Palette unserer Weihnachtsauftritte haben wir inzwischen erweitert: neben dem beliebten Familienkonzert im Gutspeicher Kerkow, Weihnachtsfeiern und Gänsemarkt, gestalteten wir ein Konzert in Altkünkendorf. Dabei ist es oft gar nicht einfach, die heutzutage stark beschäftigten Kinder am Nachmittag zusammenzubringen …!
Für 2010 gibt es viele schöne Ideen. So wird wieder ein Kindermusical einstudiert. Dieses Mal soll es „Das Gespenst von Canterville“ sein. Des Weiteren werden wir an Bläserklassen an Grundschulen einrichten, um einer breiteren Masse an Kindern das Musizieren zu ermöglichen und nahe zu bringen. Auch die schöne Möglichkeit, die Wagnerorgel in der Marienkirche zu spielen, soll durch ein Programm für Kinder stärker genutzt werden. Nicht zuletzt ist natürlich wieder ein Chor-Orchester-Projekt geplant, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Wir hoffen auf rege Beteiligung und finanzielle Unterstützung. Selbstverständlich sind auch neue Musikfreunde in unserem Trägerverein Musikfreunde e. V. hochwillkommen.
Natürlich interessiert uns auch immer der weitere Werdegang unserer ehemaligen Musikschüler. So haben Maria Windolff und Tobias Wittek ein Jahr Work and Travel in Australien eingelegt, Gregor Milicic studiert Mathematik in Berlin, Robert Barz verfolgt ein Medizinstudium in Greifswald und Sarah Svarovsky arbeitet in Cedynia/Polen bei der Caritas. Zwei Schülerinnen wollen die Musik auch mit in das Berufsleben nehmen: Antonia Ziesche studiert Gesang in Berlin und Evelyn Flöther hat in Norwegen ein Musikstudium aufgenommen. Wir würden uns freuen, auch von anderen Ehemaligen Lebenszeichen zu erhalten.
Auch im nächsten Jahr wollen wir mit viel Enthusiasmus und Freude am Musizieren Probleme wie lange Anfahrten der Lehrer, finanzielle Nöte und den permanenten Mangel an Zeit für all unsere Projekte und Schüler gut meistern und, soweit es geht, an einer Verbesserung der Situation arbeiten. Außerdem liegt es uns am Herzen, für die Kinder eine optimale individuelle Förderung zu ermöglichen und beim Gruppenmusizieren die kleinen Musiker zusammenzuführen. Wir sind dankbar für Anregungen von Ihnen, um unsere Arbeit zu verbessern!
Mit Vorfreude auf ein weiteres Jahr voller Musik wünschen wir Ihnen schöne Weihnachten und einen guten Übergang ins neue Jahr.
Mit freundlichen Grüßen
D. Janowski W. Birthler
Leiterin Uckermärkische Musik- und Kunstschule Angermünde Vorsitzender Musikfreunde e. V.
Musikfreunde – Nachrichten Januar bis Juli 2009
Angermünde, im August 2009
Sehr geerhte Damen und Herren,
heute möchte ich Ihnen wieder einen kleinen Überblick über die letzten Musikschulmonate geben.
Im Laufe des Schuljahres stieg die Schülerzahl immer weiter an, so dass wir im Juli bei 253 Schülern und 174 Unterrichts-Wochenstunden angekommen waren – eine sehr erfreuliche Bilanz!
Am 13.07.09 feierten wir unser fünfjähriges Bestehen mit einem großen Musikfreunde-Fest.
Bei dieser Gelegenheit möchten wir unseren zahlreichen Förderern und Sponsoren ganz herzlich danken – ohne Sie hätten wir die schwierigen Zeiten des Aufbaus nicht überstanden!!!
Seit Ende April haben wir einen neuen Vereinsvorsitzenden: Wolfgang Birthler, vielen bekannt als ehemaliger Landwirtschaftsminister und SPD-Abgeordneter. Wir freuen uns sehr, dass er uns die Richtung weisen wird. Gleichzeitig danken wir besonders unserer ehemaligen Vorsitzenden Marikka Wittek, die sich stets hervorragend engagiert hat und – wie sie betont! – dem Verein treu bleiben möchte.
Das Ideal der qualitativ hochwertigen musischen Bildung ist nach wie vor unser erklärtes Musikschul-Ziel. Durch die veränderten Strukturen in den allgemeinbildenden Schulen – Ganztagsschulangebote und ein vermehrter Leistungsdruck – ist die Musikschularbeit allerdings nicht einfacher geworden. Die Kinder sind oft viele Stunden am Tag verplant und entsprechend ausgepowert. Im Einzelunterricht besteht für uns Musikpädagogen die Chance, mit Geduld und Ruhe auf jeden Schüler individuell einzugehen. In den Ensembles versuchen wir, Spielfreude und Leistungsanspruch miteinander zu verbinden. Das gemeinsame Musizieren tut gut: es reißt uns aus dem Alltag heraus, eröffnet neue Dimensionen, dient dem Abbau von Aggressionen. Unsere langjährigen musikalischen Gruppen haben einen intensiven Zusammenhalt, oft entstehen Freundschaften. Neuankömmlinge werden mit offenen Armen empfangen – das ist auch eine Integrationschance für Neu-Uckermärker!
Im Januar nahmen wir wieder am Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ sowie im März am Landeswettbewerb teil. Auch wenn wir als junge Musikschule überwiegend kleinere Schüler schicken, so freuen wir uns doch über unsere guten Ergebnisse.
Ein zweiter sehr attraktiver Wettbewerb fand im Mai in unserem Landkreis, organisiert von der Carl-Büchsel- Stiftung und der Kirchgemeinde Schönfeld, statt. Wir waren ebenso wie die Jury begeistert vom hohen Niveau der Teilnehmer, die aus Polen, Deutschland und Lettland kamen. Von unseren 9 Wettbewerbsbeiträgen erhielten 4 einen Motivationspreis (von 10 vergebenen) und 2 einen Hauptpreis (von 5 vergebenen). Ein besonderer Dank geht hier an unseren hervorragenden Kollegen Dirk Eisenacher und seine Blechbläser!
Im Juni konnten wir romantische Musik von R. Schumann, Fanny Hensel und unserem Namenspatron F.W. von Redern genießen. Das Berliner Duo Dörthe Maria Sandmann, Gesang, und Arnim Thalheim, Klavier, musizierte für uns in der schönen Martinskirche in Angermünde. Wir präsentierten bei dieser Gelegenheit eine Porträt-Postkarte des preußischen Adligen, auf der wir einige biographische Stichpunkte festgehalten haben.
Das diesjährige Kindermusicalprojekt hieß „Till Eulenspiegel“ von G. Kretzschmar und erwies sich als Volltreffer. Die verschiedenen Gruppen – Klasse 5 der Puschkinschule / Kinderchor und Spatzenchor / Musikschulorchester – probten monatelang mit viel Eifer. Der Kunstkurs der Schule fertigte wieder die Kulissen an.
Dann folgte der wohlverdiente Lohn in Form von schönen Aufführungen: in der Puschkinschule vor allen Schülern und Eltern, beim Schultheaterfest in den Uckermärkischen Bühnen Schwedt und beim Moritzfest in Slonsk / Polen sowie beim Musikfreunde-Fest in der Pfarrscheune Greiffenberg.
Ich freue mich besonders, dass unsere Fünf- bis Siebenjährigen auch schon mitgemacht haben. Im September werden noch drei weitere Aufführungen folgen, z.B. beim Theaterfestival Brodowin.
Die anderen Schülerensembles waren ebenfalls sehr aktiv. Das Streicherensemble probte unter der Leitung von Tabea Höfer ein anspruchsvolles „Capriccio Stravagante“ von Carlo Farina, einem Schüler Monteverdis, und erntete beim Wettbewerb und in den Konzerten viel anerkennenden Beifall. Die Schülerband und die Blechbläser spielten bei vielen Auftritten – die schwungvollen Arrangements von Dirk Eisenacher sind immer beliebt!
Der Jugendchor nahm an einem heißen Sommertag eine CD auf, eine wahrhaft schweißtreibende Angelegenheit. Nun sind einige der SängerInnen nach ihrem Abitur fortgezogen, und wir wünschen ihnen alles Gute für ihren weiteren Weg! Ich hoffe sehr, dass die Tradition des Jugendchors (seit 1997!) nicht abreißt und sich wieder einige neue Sänger anmelden (ab 12 Jahre).
Die Tanzgruppen proben unter der bewährten Anleitung von Angela Steer in der Turnhalle in der Kirchgasse. Wir freuen uns über die schönen Choreographien und Kostüme, die sie selbst anfertigt, und wünschen ihr, dass die Kinder möglichst lange dabeibleiben!
Der Kammerchor probt seit Beginn des Jahres, passend zum Händel–Jubiläum, den „Messias“. Ein Probenwochenende im Feriendorf Groß Väter / Schorfheide brachte uns alle musikalisch und menschlich näher, es wurde viel gelacht! Am 1. Advent werden wieder die beiden traditionellen Aufführungen in der Marienkirche Angermünde und der Katholischen Kirche Schwedt stattfinden. Im Orchester werden neben einigen Kollegen vor allem junge Musiker aus dem Jugend-Barockorchester Sachsen-Anhalt sitzen.
Am 06. /07.11 werden sie in unserer 6. Musikwerkstatt unter der Leitung des hervorragenden Geigers Georg Kallweit, Akademie für Alte Musik, gemeinsam mit dem Chor das Werk proben.
Zwischendurch gab`s die beliebten Sommerkonzerte in den Dorfkirchen mit dem Kammerchor sowie wieder ein Konzert in der landesweiten Reihe „Musikschulen öffnen Kirchen“. Am 11.07.09 sangen wir innerhalb des renommierten „Choriner Musiksommers“ gemeinsam mit dem Göttinger Symphonie-Orchester und dem Chor der Musikschule Schwedt den bekannten „Chor der Janitscharen“ aus der Mozart-Oper „Entführung aus dem Serail“ – eine ganz neue Erfahrung!
Und noch ein Großprojekt kann ich stolz vermelden: am 05.07.09 wurde die historische Orgel von Joachim Wagner (1736) im 35-Seelen-Dörfchen Sternhagen bei Prenzlau neu eingeweiht. Nach langjährigem Verfall konnte das kostbare Instrument mit viel Geld aufwendig restauriert werden und kann nun mit Fug und Recht als „kleine Schwester“ der großartigen Wagner-Orgel in Angermünde (1742 – 44) bezeichnet werden. Der Chor sang dichtgedrängt (!!) auf der Orgelempore, und ich durfte die Orgel „schlagen“: Nun soll – hoffentlich in Zusammenarbeit mit der zukünftigen Orgelstiftung – eine Nutzung durch Workshops, Konzerte und CD-Aufnahmen erfolgen. Da wartet noch viel organisatorische Arbeit auf den Orgelförderverein! Immerhin gibt es an unserer Musikschule wieder zwei Orgelschüler.
Die wichtigste Aufgabe bis Juni 2010 wird die Bereitstellung von 12.850 € Eigenanteil für die geplante Instrumentenanschaffung aus SED-Altvermögen sein. Wir haben bereits eine Fördersumme von 30.000 € vom Land zugesagt bekommen! Nun suchen wir geneigte Sponsoren. Die Instrumente sollen unseren Schülern als Leih- und Ensembleinstrumente direkt zugute kommen.
Spannend wird auch die geplante Änderung des Landesmusikschulgesetzes. Durch die kombinierte Förderung aus Landesmitteln, Kreisprojektgeldern und einem kleinen Zuschuss der Stadt konnten wir bisher unser finanzielles Überleben geradeso sichern. Viel Kraft und Zeit brauchen wir für die bürokratischen Antragsverfahren. Umso mehr freuen wir uns, wenn wir Zeit für unsere eigentliche Aufgabe, das Musizieren mit den Schülern, haben.
In diesem Sinne grüße ich Sie sehr herzlich!
D. Janowski
Leiterin Uckermärkische Musik- und Kunstschule Angermünde

